Übersicht: Wohin sich unser
Verständnis von Arbeit entwickelt
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Die Menge der produktiven Erwerbsarbeit geht ständig zurück, bedingt durch die stetig steigende Produktivität, die wiederum durch immer mehr Automatisierung, Computereinsatz und Rationalisierung erreicht wird. Darum können wir froh sein – wir bräuchten im Durchschnitt nur noch wenige Tage die Woche zu arbeiten! Drei Sachen hindern uns daran:
- die überlieferte Vorstellung von 5-Tage Wochen und Vollbeschäftigung;
- die Zunahme überflüssiger Tätigkeiten die im Konkurrenzkampf des neo-liberalistischen Kapitalismus begründet sind, in etwa Werbung und Marketing sowie Finanzdienstleistungen jeglicher Art;
- das Streben nach ewigem Wachstum, "benötigt" wird mindestens 3% pro Jahr.
Gelingt es uns, die Brille übernommener Sichtweisen abzusetzen und gewohnte Denk- und Handlungsmuster kritisch zu hinterfragen, so können wir feststellen, dass (1) nicht mehr möglich ist (sie entstammt dem industriellen Zeitalter), (2) gar nicht nötig wäre wenn wir uns auf Kooperation statt Kampf umstellen, und (3) ewiges Wachstum in einer Welt mit begrenzten Resourcen nicht nachhaltig möglich ist (wobei wir jetzt schon an die Grenzen stoßen, z.B. globale Erwärmung, peak oil).
Die Notwendigkeit des wirtschaftlichen Wachstums ergibt sich nicht, weil wir hungern und frieren, sondern liegt im Finanzsystem. Kurz zusammengefasst: Die Banken drucken immer mehr ungedecktem Papiergeld, um die Zinsen auf die bisher aufgelaufenen Soll- und Habenstände zu bezahlen. Ohne Wirtschaftswachstum würde dies Inflation bedeuten, da immer mehr Geld einer gleichbleibenden Menge an echten Werten gegenüberstehen würde. In der Praxis gibt es immer Inflation in diesem System, weil die Menschen immer versucht sind, "Wohlstand" zu erzeugen oder zu erhalten durch Anwerfen der Geldpresse. Und selbst dann, wenn sie diese Versuchung widerstehen, bewirken allein die Zinsen und Zinseszins eine exponentiell steigende Geldmenge. Die einzige Möglichkeit der Banken dies entgegenzuwirken ist, Geld aus dem Verkehr zu ziehen. Das wiederum geht nur wenn sie weniger neue Kredite vergeben als sie Rückzahlungen erhalten. Das ergäbe eine Deflation und die Wirtschaft, die auf Kredite aufgebaut ist, bräche ein – mangels Kredite aber auch mangels Nachfrage, denn die Konsumenten warten bei Deflation ab.
Es ist wie ein Mann der nach vorne kippt und immer schneller rennen muss, um nicht hinzufallen. Wo das letztenendes hinführt wissen wir alle.
Hier steht bald mehr über die Zukunft der Arbeit!
Der Youtuber ForMoreDemocracy hat ein sehr schönes 3-teiliges Video zum Thema Arbeit produziert. Der 2. und der 3. Teil können jeweils am Ende des Videos aus dem Vorschlagsstreifen unten im Player gewählt werden.
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